Startseite  ›  Banken  ›  Deutsche Bank  › 

Die Deutsche Bank bietet zu ihren jeweiligen Basiskonten – dem Deutsche Bank BestKonto, Deutsche Bank AKtivKonto und Deutsche Bank Das Junge Konto – die Deutsche Bank Card an, welche für einen Aufpreis von 5 Euro pro Jahr zur GeldKarte aufgewertet werden kann. Ohne dieses teilweise kostenpflichtige Upgrade bleibt die Deutsche Bank Card natürlich eine normal nutzbare Kundenkarte mit EC Funktion.

 

GeldKarte – ja oder nein?

Die GeldKarte der Deutschen Bank bietet einige Vorteile und Nachteile – und diese sollten im Vorfeld abgewogen werden, da die Nutzung der GeldKarte, außer beim Deutsche Bank Das Junge Konto, nicht kostenlos ist, sondern von der Deutschen Bank mit 5 Euro pro Jahr berechnet wird.

Vorteile…

Von Vorteil ist, dass man mit der GeldKarte Kleinstbeträge wesentlich leichter bezahlen kann als beispielsweise mit einer EC Funktion. Viele Händler nehmen aufgrund der Kosten, die ihnen mit der Annahme der EC Karte zur Bezahlung entstehen, EC Karten erst ab Einkaufssummen von 5 oder 10 Euro an – diese Lücke wird mit der GeldKarte geschlossen.

Deutsche Bank GeldKarteAnders als die EC Karte kann man mit der GeldKarte jedoch nicht automatisch über das Guthaben auf dem Konto verfügen, sondern muss die GeldKarte aufladen, was nur an einem Geldautomaten mit speziellem Ladeterminal. Wer einen spezielles Chipkartenlesegerät erwirbt, wie es etwa für GiroPay gebraucht wird, kann an diesem die GeldKarte auch über das Internet aufladen. Dass Guthaben auf der Deutschen Bank Card GeldKarte kann jederzeit wieder auf das Konto „zurückgeladen“ und die Karte damit entladen werden.

Die GeldKarte der Deutschen Bank kann mit einem Betrag bis zu 200 Euro geladen werden, welcher beim Ladevorgang vom Konto abgebucht wird. Das Geld ist dann ähnlich wie Bargeld verfügbar, nur ist es im Chip der GeldKarte „untergebracht“ – da eine Bestätigung der Zahlung nicht die Eingabe einer PIN erfordert, kann damit ebenso problemlos und schnell wie mit Bargeld bezahlt werden.

Vor allem an Automaten kann die GeldKarte gegenüber Bargeld eine bessere Alternative sein, da man den benötigten Betrag immer passend zur Verfügung hat. Viele Akzeptanzstellen räumen bei einer Bezahlung per Geldkarte sogar Mengenrabatte ein, wie beispielsweise der Münchner Verkehrsverbund oder der Großraum-Verkehr Hannover: Wer mit der GeldKarte ein Ticket bezahlt bekommt auch Einzeltickets zum stark rabattierten Preis von Mehrfachtickets.

… und Nachteile der GeldKarte

Die GeldKarte weist momentan leider noch eine nicht unerhebliche Anzahl an Nachteilen auf. So ist die Akzeptanz, gerade im Einzelhandel, gering bis nicht vorhanden. Gerade dort, wo sie Kosten sparen und einfacher als Bargeld sein soll, wird sie kaum angenommen – vor allem nicht im ländlichen Bereich. Der Grund dafür ist vor allem darin zu suchen, dass Händler immer noch eine Gebühr für jede angenommene Zahlung mit der GeldKarte (0,3 % des Betrages, jedoch mindestens 0,01 EUR) entrichten müssen und auch Anschaffungskosten übernehmen müssen.

Sehr stark verbreitet ist sie jedoch an allen Arten von Automaten (Parkautomaten, Zigarettenautomaten, Snackautomaten usw.), da für die Automatenbetreiber zum einen die teils gesetzlich vorgeschriebene Altersprüfung entfällt, als auch die aufwändige Prüfung von Bargeld auf Falschgeld und Betrugsfälle (Zahlung in Fremdwährung).

Nachteilig ist auch, dass für die Nutzung der GeldKarte als Zusatzfunktion zur Deutschen Bank Card, außer beim Jungen Konto, laufende Kosten in Höhe von 5 Euro pro Jahr fällig werden, obwohl zum einen Händler bereits Gebühren abführen müssen, als auch der Bank mit dem Guthaben auf der GeldKarte – welches im Gegensatz zu Bargeld (bei voller Aufladung) dort wesentlich länger verbleibt – ein zinsloses Darlehen eingeräumt wird, da das Guthaben auf der GeldKarte nicht verzinst wird.

Ein weiteres Problem ist, dass wie bei Bargeld bei Diebstahl über das Guthaben der GeldKarte mangels Authentifizierung (PIN) verfügt werden kann, auch wenn die Personendaten auf der Bankkarte (Name) einen Betrug bei aufmerksamen Händlern schwieriger machen als bei „namenlosen“ Bargeld.

Fazit: Wer in einer Gegend wohnt, die kaum mit Akzeptanzstellen aufwartet, ist mit der GeldKarte schlecht beraten, auch wenn er sie bei einem kostenlosem Jugendkonto als kostenloses Extra erhält – die Möglichkeit, dass das Guthaben nur auf dieser verstaubt ist hier zu hoch.

Die GeldKarte ist aktuell noch ein klassisches „Großstadtprodukt“ – und dort kann sie ein echter Vorteil sein, vor allem wenn man häufig Parkautomaten nutzt oder Parkhäuser. Ähnliches gilt für Vielreisende, welche auf Flughäfen und Bahnhöfen häufig Automaten und Akzeptanzstellen finden können. Für Raucher, welche sich ihre Zigaretten am Automaten holen möchten, ist die GeldKarte Pflicht.


Weiterführende Beiträge

    Noch keine ähnlichen Beiträge vorhanden.