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Postbank Gewinn-Sparen

Das Produkt Postbank Gewinn-Sparen stellt eine mehr oder weniger sonderbare Form der Geldanlage dar: Eröffnet wird das Gewinn-Sparkonto entweder als SparCard, also Girokonto, oder als Sparbuch. Garantiert wird eine Basisverzinsung, auf die ein so genannter Gewinn-Bonus aufgeschlagen wird – eben jener Gewinnbonus macht die Rendite des Postbank Gewinn-Sparens absolut unvorhersehbar.

 

Postbank Gewinn-SparenGewinnbonus und Verzinsung

Verzinst wird zwar ab dem ersten Euro, doch ist die Basisverzinsung ausgesprochen mager: bis zu einem Betrag von 5.000 Euro zahlt die Postbank 0,50% Zinsen – ein Zinssatz, der sogar noch unter dem aktuellen Durchschnittsniveau von Sparbüchern liegt. Die Zinsen sind weiterhin wie folgt gestaffelt: ab 5.000 Euro erhält der Sparer 0,70% p.a., ab 15.000 Euro 0,80% p.a., ab 25.000 Euro 1,00% p.a. und ab 50.000 Euro 1,20% p.a. – diese Zinssätze entsprechen der variablen (!) Basisverzinsung, hinzu kommt der Gewinnbonus.

Der Gewinnbonus gestaltet sich im Grunde vollkommen irrational und richtet sich nach den Endziffern der Gewinnzahl der Aktion Mensch: liegt die Endziffer zwischen 00 und 20, so erhält der Anleger einen Zinsaufschlag von 0,10% p.a., bei Endziffer 21 bis 40 0,15% p.a., bei 41 bis 60 0,20% p.a., bei 61 bis 80 0,25% p.a. und bei 81 bis 99 0,60% p.a. – addiert man nun Basiszins und Gewinn Bonus, so stellt man fest, dass die Rendite trotz Bonuszins im Vergleich einfach zu niedrig ist.

Fazit: es ist in erster Linie die schlechte Rendite, die das Postbank Gewinnsparen so unattraktiv für Anleger macht, hinzu kommt die dreimonatige Kündigungsfrist, wenn man über mehr als 2.000 Euro monatlich verfügen möchte, die man vom Sparbuch kennt. Einziger Vorteil gegenüber einem Tagesgeldkonto ist, dass das Gewinn-Sparen in Form einer SparCard ausgestellt werden und entsprechend flexibel zum Bezahlen eingesetzt werden kann. Trotzdem sollten sich Sparer, wenn sie ihr Geld kurzfristig und flexibel anlegen möchten, eher nach einem guten Tagesgeldkonto umsehen, als sich auf diese unsichere und schlecht verzinste Anlageform der Postbank einzulassen.


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