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Postbank Komfort-Sparen

Das von der Postbank angebotene Komfort Sparen ist weniger ein konkretes Finanzprodukt, sondern mehr ein Aufsatz auf bestehende Angebote im Portfolio der Postbank. Mit dem Postbank Komfort Sparen wird der Sparvorgang im Grunde automatisiert und damit je nach Sichtweise vereinfacht. Im Grunde handelt es sich nur um eine Funktion, welche das gesamte Restkapital auf dem Girokonto, oder auch nur einen Teil, am Monatsende automatisch in eine andere Postbank (!) Anlage transferiert.

 

Voraussetzungen für das Postbank Komfort-Sparen

Damit man das Postbank Komfort-Sparen überhaupt nutzen kann, braucht man zwingend:
– ein Postbank Girokonto (z. B. Postbank Giro plus, Giro start direkt oder Giro extra plus Konto),
– eine Postbank Sparanlage (z. B. die SparCard 3000 plus direkt, das Postbank Aktiv-Sparen oder Postbank Gewinn-Sparen)
und man muss am Online Banking der Postbank (beantragbare Inklusivleistung beim Postbank Girokonto) teilnehmen.

Ein Girokonto bei einer anderen Bank oder eine (Spar-) Anlage bei anderen Banken ist nicht ausreichend. Alle 2 bzw. 3 Produkte kann man sowohl online als auch in einer Postbankfiliale relativ schnell und problemlos erhalten.

Wie funktioniert das Postbank Komfort-Sparen genau?

Grundsätzlich handelt es sich beim Komfort Sparen der Postbank um ein simples Überschussverfahren, bei welchem ein bestimmter Betrag in automatisiert in eine andere Postbankangebot übertragen wird. Dieses gliedert sich jedoch wieder in 3 verschiedene Varianten.

Variante 1: ÜberschussverfahrenPostbank Komfort Sparen Überschussverfahren

Das Kapital, welches bis zu einem bestimmten, durch den Kontoinhaber festzulegenden Termin an Restguthaben noch auf dem Postbank Girokonto vorhanden ist, wird monatlich komplett auf das festzulegende Anlagekonto überwiesen.

 

Variante 2: Teilverfahren / HöchstverfahrenPostbank Komfort Sparen Teilverfahren
Egal wie viel Geld noch auf dem Konto ist: Zu dem durch den Kontoinhaber festgelegten Termin wird monatlich jeweils nur ein bestimmter Teilbetrag (bzw. Höchstbetrag) auf das Anlagekonto überwiesen, z. B. 200 Euro.

 

 

Variante 3: SockelverfahrenPostbank Komfort Sparen Sockelverfahren

Statt des gesamten Geldes oder eines Teilbetrages wird beim Sockelverfahren festgelegt, wie viel Geld mindestens am festzulegenden Überweisungstermin auf dem Konto verbleiben soll – alles was diesen Betrag übersteigt, egal wie viel, wird komplett auf das Sparkonto überwiesen.

 

Tipp: Empfehlenswert ist natürlich, das Datum der monatlichen Überweisung ein paar Tage bzw. kurz vor dem Gehaltseingang oder einem anderen, festen monatlichen Geldeingang zu wählen. So gerät man bei einer zu großen Zeitdifferenz nicht in die Lage, „kein Geld mehr auf dem Konto zu haben“ oder dass sich bei einem zu kurz gewählten Termin z. B. Gehaltseingang und Überweisung überschneiden, was je nach Zielkonto dazu führen kann, dass man für diesen Monat auf das Geld nicht mehr oder nur unter bestimmten, für den Kunden nachteiligen Bedingungen zugreifen kann.

Vorteile des Komfort Sparens Postbank Komfort Sparen

Das Postbank Komfort-Sparen ist natürlich für all jene, die gern sparen würden, aber das gern vergessen, oder sich statt eines strikten Sparplans mehr Flexibilität wünschen (z. B. jeden Monat eine andere Summe) perfekt. Durch das automatisierte Übertragsverfahren lässt sich auch der Zinsgewinn aus anderen Postbankanlagen optimieren, da man so zeitnah das „überschüssige Kapital“ in eine besser verzinste Anlage transferieren kann – ein „das hätte ich letzte Woche schon machen wollen“ fällt so weg.

Dadurch dass sowohl dass man jederzeit (bis zur Ausführung) zwischen einer der drei Varianten flexibel wählen kann, sowie die Rate dementsprechend jeweils anders gestalten, gestaltet sich das Postbank Komfort-Sparen natürlich sehr flexibel. Eine Einschränkung (und ein Vorteil zugleich) ist, dass eine Teilnahme und eine Änderung nur online im Postbank online Banking möglich ist.

Nachteile und Risiken des Komfort Sparens

Zwar ist das Postbank Komfort-Sparen kostenlos, damit in Zusammenhang getroffene Fehlentscheidungen sind es jedoch nicht! Wird beispielsweise zu viel Geld auf eine der 3 möglichen Sparanlagen überweisen und man braucht es wieder, z. B. zur Begleichung anderer hoher regelmäßiger Zahlungen wie Kreditraten, Miete oder Strom (usw.), so kann die Überweisung nicht rückgängig gemacht werden! Nur automatisierten „Fremdabbuchungen“, wie z. B. Lastschriften, kann widersprochen, und diese damit rückgängig gemacht, werden.

Bei allen 3 Postbank Sparangeboten gilt zudem eine maximal mögliche Monatshöchstgrenze von 2.000 Euro für Abbuchungen! Wer mehr Geld braucht, z. B. weil das Gehalt früher als gedacht einging und nach Variante 1 oder 3 komplett überwiesen wurde, der muss je nach Anlage eine 90tägige Kündigungsfrist zzgl. anfallender Vorschusszinsen in Kauf nehmen, womit das Geld in der Praxis kurzfristig eben nicht verfügbar ist.

Das heißt: Im schlimmsten Fall müsste man noch einen kurzfristigen Kredit aufnehmen, wenn man mehr als 2.000 € brauchen sollte.

Wichtig: Dass nur Postbank Sparprodukte genutzt werden können, ist aus unserer Sicht der größte Nachteil, da andere konkurrierende Angebote, siehe Artikel, teils bessere Konditionen hinsichtlich Zins und Verfügbarkeit als die Postbank bieten können.

Fazit: Das Postbank Komfort-Sparen lohnt sich für alle, die gern regelmäßig Geld, welches am Ende des Monats übrig bleibt (oder nur einen festen Betrag pro Monat ausgeben möchten), ansparen wollen und hier das Maximum herausholen wollen, ohne sich jeden Monat auf’s Neue damit beschäftigen zu müssen.

Leider ist dies auch das größte Manko, denn das Maximum bekommt man oft nur bei vergleichbaren Sparanlagen der Konkurrenten geboten. Wer jedoch darauf verzichten kann und wem Einfachheit, und eben Komfort, lieber ist, der ist mit dem Postbank Komfort-Sparen trotzdem gut beraten.


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